KW 49: Russische Trolle ohne Einfluss, Polizei warnt vor Fake-Shops, Überwachungskameras gegen Handynutzung im Straßenverkehr

NACHRICHTEN

Russische Trolle ohne Einfluss: Laut einer Studie der “Internet Research Agency” hätten russische Trolle kaum Einfluss auf die Wahl in den USA gehabt. Die Forscher untersuchten 1239 Twitter-Nutzer, die sich als Republikaner oder Demokraten bezeichneten und zwischen Mitte Oktober und Mitte November 2017 an zwei Umfragen zu ihren politischen Ansichten teilnahmen. Anschließend glichen sie ab, wer in der Zwischenzeit mit Konten interagierte, die nach Einschätzung von Twitter von der Trollfabrik aus St. Petersburg betrieben wurden. Demnach sind 19 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Twitterer mit Profilen in Kontakt kamen, die unter der Kontrolle der Agentur standen. Im großen Stil nahmen die Betroffenen laut der Analyse die Manipulationskampagne aber nicht wahr, da einschlägige Inhalte nur 0,1 Prozent der gesamten Interaktionen der Teilnehmer ausmachten und deren politische Ansichten sich auch so gut wie nicht änderten.
heise.de

Polizei warnt vor Fake-Shops: Wenn zu Weihnachten geshoppt wird, passiert das zumeist online. Für professionelle Betrüger goldene Zeiten. Denn die Fake-Shops werden nach Angaben der Polizei immer professioneller und schwerer als solche zu erkennen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2018 bundesweit fast 272.000 Fälle von Internet-Straftaten bekannt. Mehr als ein Drittel davon (35,3 Prozent) entfiel auf den Bereich Warenbetrug. Dazu gehören Fälle, bei denen die bezahlte Ware nicht geliefert wird oder statt der bestellten Qualität Ramschware ankommt. Um sicher zu gehen, sollten Kunden schauen, ob es ein Impressum und Widerrufsbestimmungen gibt. Auch ein Blick auf Vergleichsplattformen kann sich lohnen.
heise.de

Überwachungskameras gegen Handynutzung im Straßenverkehr: Australien geht mit Hilfe von KI gegen Handynutzung im Straßenverkehr vor. Spezielle Kameras blitzen Autofahrer. Eine Software ermittelt anschließend, ob auf den Bildern Handys am Ohr oder in der Hand des Fahrers sind. Es sind weltweit die ersten Überwachungskameras dieser Art.
golem.de

Keine KI Fake News in China: Neue Regeln in China verbieten bald allen Online-Video- und Audio-Anbietern die Veröffentlichung von „Falschinformationen“, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz oder Virtual Reality geschaffen wurden.Als „Fake News“ gelten demnach neben der bewussten Fehlinterpretation von Fakten auch Fehler oder Parodien – auch diese müssen künftig deutlich mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. Verstöße gegen die Anordnung könnten als Vergehen geahndet werden, erklärte die Cyberspace-Behörde, ohne dies näher zu erläutern.
berliner-zeitung.de

Berliner IoT Community finanziert TTN Funknetz: Seit drei Jahren arbeiten engagierte IoT-Enthusiasten an einem eigenen Funknetz in Berlin. Mittlerweile hat die Community 45.000 Euro durch Spenden erzielt Mit etwa 168 registrierten, sogenannten TTN – Gateways ist es nun, zwar noch nicht 100 prozentig, möglich, in Berlin LoRaWAN zu betreiben. Doch der offene Zugang ist da und prinzipiell für jeden und jede zugänglich.
berliner-woche.de

Max-Planck-Institut: Opel-Gelände Bochum wird Zentrum für Cybersecurity automotiveit.eu
Gastro: Cyber Security gewinnt in Gastronomie an Bedeutung tageskarte.io
Computerhilfe: Mehr Sicherheit im Internet für die ganze Familie merkur.de
IoT: Chip-basierte Sicherheit für IoT-Geräte security-insider.de

ZAHL DER WOCHE

Auf 70 Milliarden Euro jährlich summiert sich der Schaden für deutschen Unternehmen durch Hackerangriffe.
tagesschau.de

HINTERGRUND

Blockchain nicht auf Kryptomarkt begrenzen: Wissenschaftler Denis Bederov fordert, dass die Blockchain-Technologie breitere Anwendung findet. Bisher sei der große Durchbruch ausgeblieben, da der Fokus primär auf dem Kryptomarkt läge. Er verweist auf de Anwendung bei der Optimierung von Lieferketten, aber auch bei Vertragsabschlüssen – Blockchain könne die Sicherheit erhöhen, Betrugsfälle ausschließen und kommerzielle Prozesse verbessern.
lead-digital.de

Deutsch-Chinesische Verflechtungen: Das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in China lud eine Vielzahl internationaler Digital-Experten zu einer Konferenz. Darin sprachen sie über die digitale Revolution und die Rolle der Staaten darin. Die Chinesen waren dabei durchaus an der deutschen Expertise zu KI und IoT interessiert. Auch beim Thema Datenschutz respektierten die Chinesen Deutschland als normativen Vorreiter. Insgesamt sind die deutsche und die chinesische Wirtschaft im Bereich der intelligenten Vernetzung schon stark verflochten.
kas.de

ZITAT

“Wer Schaden durch Cyberkriminalität im kommenden Jahr vermeiden will, sollte anfangen, die Kontrolle über seine privilegierten Konten zurückzugewinnen.”
Markus Kahmen, Regional Director DACH bei Thycotic, prognostiziert die Entwicklung der Cyberkriminalität im kommenden Jahr.
digitalbusiness-cloud.de

SICHER?

Wo es bei IoT noch hapert: Unternehmen sehen sich bei der Umsetzung von IoT-Projekten mit komplexen Herausforderungen konfrontiert. In Deutschland stellen eines der größten Hemmnisse stellen Bedenken hinsichtlich der IT-Sicherheit dar – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der International Data Corporation (IDC). Zwar hält fast ein Drittel der befragten Unternehmensvertreter IoT-Integration für eine geschäftskritische Entwicklung, ein nahezu ebenso großer Teil hat allerdings ernsthafte Vorbehalte und sorgt sich um Datenschutz und Datensicherheit im Internet der Dinge.„Das IoT ist in seinem derzeitigen Zustand geradezu eine Einladung zu Sicherheitsverletzungen“, sagt IT-Security-Experte Dr. Hubert Jäger von der Münchner TÜV-SÜD-Tochter Uniscon. So ist jedes Gerät ein potenzielles Einstiegstor für Kriminelle.
netzpalaver.de

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