KW 51: Hacker erbeuten Daten über Zulassung von Biontech-Impfstoff, US-Ministerien Opfer von Cyberangriffen, 18.000 weltweit gefährdete Organisationen durch kompromittiertes Netzwerkanalyse-Tool

NACHRICHTEN

Hacker erbeuten Daten über Zulassung von Biontech-Impfstoff: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ist einem Cyberangriff zum Opfer gefallen. Dabei hätten sich die Angreifer Zugriff auf Dokumente der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer verschafft, teilte die Behörde mit. Die Daten stünden im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren des Corona-Impfstoffs, den beide Firmen im November fertig stellten. Wie das Mainzer Unternehmen Biontech mitteilte, seien aber keine Patientendaten abgegriffen worden.
dw.com

US-Ministerien Opfer von Cyberangriffen: Zahlreiche US-Behörden, darunter das Finanz- und das Handelsministerium sind nach eigenen Angaben Opfer von Cyberangriffen geworden. Diese dauerten wohl bereits mehrere Monate an. Gegenüber dem Sender CNN bestätigte das Handelsministerium, dass Hacker Schutzmaßnahmen in einem der Büros überwunden hätten. Berichte der Washington Post bringen den russischen Geheimdienst SWR mit den Attacken n Verbindung.
handelsblatt.com

18.000 weltweit gefährdete Organisationen durch kompromittiertes Netzwerkanalyse-Tool: Beim Hackerangriff auf US-Behörden und die wenige Tage zuvor erfolgte Attacke auf den US-Sicherheitsdienstleister Fireeye haben die mutmaßlich identischen Täter ein von über 18.000 Unternehmen und Organisationen gebrauchtes Netwerkanalysetool kompromittiert. Dies teilte der Toolhersteller, die texanische Firma Solar Winds, mit. Dadurch sei potenziell jeder Kunde, der zwischen März und Juni 2020 ein Update für das betreffende Tool durchführte, gefährdet. Wie die Firma Fireeye mitteilte, sei das Ausmaß des Schaden noch nicht gänzlich überschaubar. Allerdings hätte man bereits Fälle identifiziert, bei denen das kompromittierte Tool zum Einsatz gekommen sei.
derstandard.de

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Google Sicherheitsupdate schließt Lücken in Android-Anwendungen: Der Internetgigant Google hat am letzten Patchday des Jahres 2020 mehrere kritische Sicherheitslücken bei Android-Anwendungen geschlossen. Die gefährlichsten Schwachstellen seien bei Media Framework und Qualcomm-Komponenten behoben worden. Nutzer der Anwendungen können in den Systemeinstellungen ihres Smartphones überprüfen, ob ihre Geräte auf dem aktuellen, sicheren Stand 2020-12-01 sind.
heise.de

Europäische Cybersicherheitsbehörde in Bukarest statt Bayern: Das neu einzurichtende EU-Kompetenzzentrum für Cybersicherheit soll nun doch in Rumäniens Hauptstadt Bukarest entstehen. Das gab der Rat der EU am Donnerstag bekannt. Auch München hatte sich bei der Ausschreibung des Zentrums als Standort beworben. Durch die Behörde soll eine bessere Koordinierung der Forschung und Innovation im Bereich Cybersicherheit in der EU ermöglicht werden. Im kommenden Jahr soll das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit dann seine Arbeit beginnen.
welt.de

Daten hunderttausender Corona-Infizierten in Russland an Öffentlichkeit gedrungen: Die persönlichen Daten von hunderttausenden russischen Corona-Infizierten sind geleckt worden. Das gab der Leiter der kommunalen Behörde für Informationstechnologie, Eduard Lyssenko, bekannt. Einen Hackerangriff schloss Moskau zunächst aus. Die Daten seien durch Mitarbeiter der Behörde an die Öffentlichkeit gelangt. Die absoluten Zahlen an Corona-Neuinfektionen und Todeszahlen liegen leicht über dem derzeitigen Niveau in Deutschland.
rnd.de

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youtube.com

Attacke: MDax-Konzern Symrise zeitweise lahmgelegt handelsblatt.com
Industrie: Kaspersky und Alias Robotics gehen Partnerschaft ein computer-automation.de
Einstieg: Dynatrace tritt in den Markt für Cloud-Application-Security ein lanline.de
Synergieeffekte: WatchGuard und Panda Security über Zusammenschluss der Unternehmen it-daily.net
Studien: IT-Security-Probleme im Gesundheitswesen umgehen channelpartner.de

ZAHL DER WOCHE

Laut einer Studie von infodas sind während der Corona-Pandemie die Investitionen in die Digitalisierung und die Cybersicherheit bei 83 Prozent der befragten Unternehmen gestiegen.
it-daily.net

HINTERGRUND

Bildungseinrichtungen schlecht auf Cyberangriffe bei Fernunterricht vorbereitet: Ab dem heutigen Mittwoch wird die Mehrheit der Schüler in Deutschland wieder einmal auf digitalen Fernunterricht umsteigen, da angesichts rasant steigender Corona-Fallzahlen die meisten Schulen keinen Präsenzunterricht mehr halten dürfen. Doch nicht nur die technische Umsetzung des Fernunterrichts macht Sorgen, auch die Sicherheitsvorkehrungen vor Hackerangriffen. In den USA ist die Lage im Bereich Cybersicherheit ebenfalls mangelhaft. Das ergab eine Umfrage von Malwarebytes. Demnach gaben mehr als die Hälfte der Befragten 75 IT-Entscheidungsträger in US-amerikanischen Bildungseinrichtungen an, dass weder Schüler, Studierende, Mitarbeiter noch Dozenten vor Beginn des neuen Schuljahres an einem Cybersicherheitstraining teilnehmen mussten.
egovernment-computing.de

Sicherheitsvorkehrungen im Mittelstand unzureichend: Während der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Europa wächst der Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich. Denn die fortschreitende Digitalisierung macht Unternehmen immer abhängiger von der IT. Spätestens jetzt sind Unternehmen aufgefordert, die Sicherheit ihrer Cybersysteme mit Backups, Ersatzsystemen und weiteren Sicherheitsmaßnahmen auf den neuesten Stand zu bringen. Allerdings neigen Mittelständler noch zu oft dazu, die potenzielle Bedrohungslage zu unterschätzen. Dabei sind die Kosten bei einem Angriff meist enorm – nicht nur gehen sensible Daten und Firmeninterne verloren, auch die Beseitigung der Schäden und die Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs verschlingt eingeplante Ressourcen, die vorsorgliche Security-Maßnahmen um ein Vielfaches übersteigen können.
marktundmittelstand.de

ZITAT

„Wir haben nichts damit zu tun. Wenn auch die Amerikaner viele Monate lang nichts dagegen tun konnten, sollte man nicht gleich den Russen alles so grundlos vorwerfen.“
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe zurück, Russland stecke hinter den aufsehenerregenden Cyberangriffen auf US-Behörden.
mittelhessen.de

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SICHER?

Digitale Lernplattform in Sachsen fällt am ersten Tag nach Schulschließungen Hackerangriff zum Opfer: In Sachsen ist die Infektionslage mittlerweile weit fortgeschritten und die unkontrollierbarste in ganz Deutschland. Daher hat das Bundesland bereits am Montag einen weitgehenden Shutdown beschlossen und die Schulen weitgehend auf Fernunterricht umgestellt. Den digitalen Unterricht ermöglichen und erleichtern soll u.a. die digitale Lernplattform „Lernsax“. Sollte, müsste man sagen, denn bereits am ersten Tag des Fernunterrichts fiel die Plattform einem Hackerangriff zum Opfer und damit aus. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, das System wieder reibungslos zum Laufen zu bringen, so die Sprecherin des Kultusministeriums Susann Meerheim.
mdr.de

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