KW 33: T-Mobile US ist Opfer einer Cyberattacke geworden, Hacker erbeutet 600 Millionen Dollar in Kryptowährungen – und gibt sie wieder zurück, US-Außenministerium bietet 10 Millionen US-Dollar Belohnung für Informationen über Hacker

NACHRICHTEN

T-Mobile US ist Opfer einer Cyberattacke geworden: Wie die amerikanische Telekom Tochter T-Mobile US mitteilte, hätten sich die Angreifer Zugriff auf einige Daten verschafft. Am Wochenende hatte die Website „Motherboard“ geschrieben, dass im Netz Daten von mehr als 100 Millionen Personen angeboten würden, die nach Angaben des Verkäufers von den Servern der Firma stammten. Darunter seien neben Namen, Telefonnummern und Adressen auch die US-Sozialversicherungsnummern sowie Führerschein-Daten gewesen. T-Mobile US ist überzeugt, das Einfallstor für die Angreifer wieder geschlossen zu haben und prüft weiterhin, welche Daten von dem Zugriff betroffen seien.
zeit.de

Hacker erbeutet 600 Millionen Dollar in Kryptowährungen – und gibt sie wieder zurück: In der vergangenen Woche erbeutete ein unbekannter Hacker Kryptowährungen im Wert von mehr als 600 Millionen US-Dollar von der Interoperabilitätsplattform PolyNetwork. Der Betrag wurde im Anschluss vollständig zurücktransferiert, wie die Plattform auf Twitter bestätigte. Sie sprechen von dem Täter als White-Hat-Hacker – also einem ethischen Computerhacker, der Unternehmen unter anderem auf angreifbare Systeme hinweisen will. PolyNetwork hat dem Hacker nun eine Belohnung über 500.000 US-Dollar angeboten, die dieser nach jetzigem Kenntnisstand jedoch nicht annimmt.
heise.de

US-Außenministerium bietet 10 Millionen US-Dollar Belohnung für Informationen über Hacker: Die Regierung des US-Präsidenten Joe Biden beschuldigte in den vergangenen Monaten mehrfach Hacker aus China und Russland, Cyberangriffe auf diverse Behörden verübt zu haben. Nun haben Insider im Dark Web vom US-Außenministerium 10 Millionen US-Dollar Belohnung für Informationen über Hacker angeboten bekommen, die die USA gefährden. Das State Department nutzte hierfür die Cyberkonferenz Black Hat, die in der vergangenen Woche in Las Vegas stattfand. Über das komplett offene WLAN-Netzwerk “#Rewardsnotransoms” gelangten die Teilnehmer dabei auf eine Internetseite der neuen Initiative, wo sie über die Belohnung informiert wurden. Diese kann auch in Kryptowährungen ausgezahlt werden. Zudem hat die US-Regierung zur sicheren Kontaktaufnahme ein sicheres Portal im Dark Web eingerichtet.
btc-echo.de

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Microsoft findet erneut Sicherheitslücke in Drucker-Software: Microsoft kämpft bereits seit Monaten mit kritischen Sicherheitslücken in seinem Drucker-Spooler. Die Fehler werden mittlerweile unter dem Namen PrintNightmare zusammengefasst. Am vergangenen Mittwoch ist nun nur einen Tag nach der Veröffentlichung von Microsofts jüngsten Sicherheitspatch eine neue Sicherheitslücke aufgetaucht. Diese erlaubt nach einem erfolgreichen Angriff das Installieren beliebiger Programme oder das Lesen, Kopieren sowie Löschen von Daten auf dem Zielcomputer. Ein Patch ist bislang noch nicht verfügbar, dafür jedoch verschiedene Übergangslösungen wie etwa das Deaktivieren des Windows Spooler.
t-online.de

Weniger Internet-Attacken auf Sachsens staatliche Behörden in der ersten Jahreshälfte: In den ersten sechs Monaten diesen Jahres sind laut Staatskanzlei die Mail-Angriffe mit einem Schadcode auf staatliche Stellen auf gut 9500 zurückgegangen. 2020 gab es im selben Zeitraum etwa 12.500 Mail-Angriffe. Zudem gab es im ersten Halbjahr 2020 rund 19.800 Angriffe auf die Systeme über Internetseiten im noch unverschlüsselten http-Code. In diesem Jahr waren es bis Juni lediglich 10.100. Vermutlich haben die Angreifer im Frühjahr 2020 durch die verstärkte Arbeit im Homeoffice Verunsicherungen bei vielen Bediensteten vermutet, wie es in der Erklärung hieß.
it-daily.net

Cyberangriff auf IT-Beratungsfirma Accenture: Nachdem die Unternehmensberatung Accenture erst vor kurzem vor Cyberangriffen auf Großkonzerne gewarnt hat, ist sie nun selbst Opfer einer Attacke geworden. Am vergangenen Mittwoch hat eine Gruppe Hacker tausende Dokumente des IT-Dienstleisters veröffentlicht. Nur wenige Stunden später wurde der Leak weiterer Daten angekündigt. Betroffen sind interne Präsentationen und Arbeitspapiere des Unternehmens, bei dem es sich jedoch überwiegend um wenig brisantes Marketingmaterial handelt. Offenbar wurden die Accenture-Daten mithilfe der Erpressersoftware Lockbit 2.0 erbeutet. Nach Einschätzung von IT-Experten steht hinter Lockbit eine professionelle Gruppe im russischsprachigen Raum, die seit September 2019 aktiv sei und seitdem weltweit bereits Tausende Organisationen beeinträchtigt habe.
handelsblatt.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Politik: Koalition aus CDU, SPD und FDP will mehr für Cybersicherheit tun zeit.de
Sicherheitslücken in Hardware und Treibern: Intel stellt Sicherheitspatches zum Download bereit heise.de
Cybercrime-Report des Innenministeriums: Cyberkriminalität in Österreich steigt 2020 um 26,3 Prozent derstandard.at
Digitaler Impfpass: Apotheken arbeiten nach Sicherheitslücke Rückstau ab br.de
Kompetenzzentrum: Unternehmen sollen fit gemacht werden für Cybersicherheit wdr.de

ZAHL DER WOCHE

Im ersten Quartal 2021 haben Phishing-Angriffe um 62 Prozent zugenommen.
it-daily.net

HINTERGRUND

Post-Quanten-Chip schützt vor Angriffen durch Quantencomputer: Die Bedeutung von verschlüsselter Kommunikation nimmt mit der zunehmenden Bedrohung von Hackerangriffen auf vernetzte Industtrieanlagen zu. Die Chips in den Komponenten verschlüsselter Anlagen greifen in der Regel heute schon verschlüsselt miteinander. Quantencomputer mit hoher Rechenleistung könnten in Zukunft jedoch die verwendeten Algorithmen aushebeln. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) einen sogenannten Post-Quanten-Chip entwickelt. Durch diesen sollen langlebige Geräte wie beispielsweise Industrieanlagen geschützt werden. Der Chip simuliert zudem Hardware-Trojaner, die bereits bei der Fertigung eingebaut werden und hilft durch seine Zerstörung den Wissenschaftlern bei der Erforschung KI-getriebener Rekonstruktionsverfahren. Zu Beginn wurde der Rechenkern des Chips modifiziert und die notwendigen Rechenoperationen durch besondere Instruktionen beschleunigt. Von dem Team wurde zudem ein Hardwarebeschleuniger entwickelt, der die Nutzung von gitterbasierten Postquanten-Kryptografie-Algorithmen wie Kyber ermöglicht und mit dem Algorithmus SIKE arbeitet. Der neue Chip kann den hohen Rechenaufwand von Sike 21-mal schneller umsetzen als Chips, die bei der Verschlüsselung allein auf Software setzen. Nach ausführlichen Tests wollen die Wissenschaftler den Post-Quanten-Chip zerstören. Damit sollen anschließend KI-Verfahren getestet werden, mit denen sich die exakte Funktionsweise von Chips rekonstruieren lässt.
industry-of-things.de

Bundesbank eröffnet ein neues Digitallabor zur Suche von Kreditrisiken mit Künstlicher Intelligenz: In dem neuen Digitallabor „Innowerk“ sollen bald 70 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen der Notenbank an verschiedenen Digitalprojekten arbeiten. Zu diesen gehört beispielsweise der Aufbau eines Frühwarnsystems für Kreditrisiken. Durch eine Künstliche Intelligenz sollen Echtzeitdaten über täglichen Insolvenzzahlen, Google-Trends zu Insolvenzen und andere Indikatoren ausgewertet werden. Mit dem Projekt folgt die Bundesbank dem Beispiel anderer kommerzieller Geldhäuser, die bereits Digitallabore in verschiedener Form eingerichtet haben. Die Bundesbank will mit dieser Entwicklung mithalten und zudem die Zusammenarbeit mit anderen Notenbanken stärken. Auch die Entwicklung des digitalen Euros soll somit vorangetrieben werden.
handelsblatt.com

ZITAT

„Nach dem Vorfall haben sich Leute rund um den Globus auf die Jagd nach dem Hacker gemacht. Du kannst nicht 600 Millionen Dollar stehlen und erwarten, im Dunkeln zu bleiben.“
Gurvais Grigg, Cheftechniker (CTO) des Blockchain-Analysehauses Chainalysis, hat Zweifel an der Selbststilisierung des Poly-Hackers als „White Hat“ – womit ein Hacker gemeint ist, der „gute Motive“ verfolgt, indem er etwa auf Schwachstellen in einem System hinweist.
handelsblatt.com

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SICHER?

Ein elektrisches Haustier – Xaomi kündigt Roboterhund für 1300 Euro an: Der chinesische Elektronikhersteller Xaomi hat in der vergangenen Woche einen Roboterhund vorgestellt. Der Cyber Dog soll umgerechnet 1300 Euro kosten und sich mit bis zu 11 Kilometern pro Stunde fortbewegen sowie einen Rückwärtssalto machen können. Dafür sei er mit speziell entwickelten Servermotoren ausgestattet worden. Durch Berührungssensoren, Kameras, Ultraschallsensoren sowie GPS-Module soll es ihm möglich sein, seine Umgebung wahrzunehmen und entsprechend auf diese zu reagieren. Ein smarter Lautsprecher sorgt außerdem dafür, dass der Roboterhund sich über einen Sprachassistenten steuern lässt.
spiegel.de

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