KW14: Bayern kündigt Digital-TÜV an, Messenger Threema übersteht Sicherheitsprüfung (fast) ohne Vorkommnisse, chinesische Hacker tricksen Tesla mit Klebeband aus

0

NACHRICHTEN

Bayern kündigt Digital-TÜV an: Im Rahmen der bereits vor Monaten vorgestellten Strategie „Bayern Digital“ sollen im Freistaat bis 2022 rund 9,1 Milliarden Euro in die Digitalisierung gesteckt werden. Die bereits laufenden Digitalisierungsmaßnahmen sollen bis zur Sommerpause durch externe Berater auf ihre Sinnhaftigkeit hin überprüft werden. Mit diesem sogenannten „Digital-TÜV“ soll die bayrische Digital-Strategie optimiert werden. Neben dem Fokus auf Großprojekte wie Supercomputer oder 3D-Drucker sollen auch Justiz und öffentliche Verwaltung grundlegend modernisiert werden. Laut den Grünen hakt es bei der neuen Strategie noch ein wenig.
br.de

Messenger Threema übersteht Sicherheitsprüfung (fast) ohne Vorkommnisse: Sicherheitsforscher haben den Code der Android- und iOS-App des mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestatteten Messengers Threema untersucht. Dabei haben sie keine nennenswerten Sicherheitslücken entdeckt. Die Sicherheitsforscher stießen aber auf zwei mit dem Bedrohungsgrad „mittel“ eingestufte Schwachstellen. Auch einige mit der Einschätzung „niedrig“ versehene Lücken kamen ans Licht. Die Security-Experten attestieren dem Messenger insgesamt, dass seine Sicherheits- und Datenschutzmechanismen intakt und wirksam seien und der Messenger sich so verhält, wie in der öffentlichen Dokumentationen beschrieben.
heise.de

Chinesische Hacker tricksen Tesla mit Klebeband aus: Chinesischen Hackern ist es gelungen, die Sensorik eines im Autopilot-Modus fahrenden Tesla Model S mit simplen Klebestreifen auszutricksen und das Auto so in den Gegenverkehr zu lenken. Weil der Tesla zur Positionsbestimmung innerhalb der Fahrspur lediglich die Kamera nutzt, auf Navigationsdaten oder andere Ortungsfunktionen jedoch verzichtet, könnten durch solch einen einfachen Eingriff schwere Unfälle provoziert werden. Die den Systemen zugrunde liegenden Algorithmen machten schon zahlreiche Schlagzeilen, da sie zum Beispiel Menschen mit dunklerer Hautfarbe nicht erkennen konnten oder Stopp-Schilder für Tempolimit-Schilder hielten.
wiwo.de

Facebook will Algorithmus erklären: Das soziale Netzwerk kündigte am Montag an, seinen Nutzern zukünftig besser erklären zu wollen, weshalb einzelne Beiträge im Newsfeed der Plattform angezeigt werden. Die App mit dem Namen „Warum wird mir dieser Beitrag angezeigt?“ soll den inhaltsbestimmenden Algorithmus des Unternehmens verständlicher machen. Facebook reagiert damit einerseits auf wachsende Anfragen seiner Nutzer, die nicht immer nachvollziehen konnten, weshalb bestimmte Beitrage prominent angezeigt wurden, und andererseits die wachsenden Forderungen der Politik, mehr Informationen über die Funktionsweise seiner Algorithmen preiszugeben.
faz.net

Zero-Day-Lücken in Edge und Internet Explorer: Patches stehen noch aus heise.de
AcuTherm-Methode: Infrarot verrät dein Passwort deutschlandfunknova.de
Gesetzesentwurf: Auch BND soll im Inland online durchsuchen dürfen golem.de
ePrivacy-Verdordnung: EU-Staaten vertrödeln den Datenschutz bis nach der Europawahl netzpolitik.org
Nest Hub Max: Integriert Google Überwachungskamera in ein smartes Display? golem.de

HINTERGRUND

EU rät nicht zu grundsätzlichem Huawei-Verzicht: Die Europäische Kommission dringt wegen möglicher Gefahren durch chinesische Technologie beim Aufbau des schnellen Mobilfunkstandards 5G auf ein europaweit abgestimmtes Vorgehen. Durch die Vorschläge der Kommission sollen Sicherheitsbedenken gezielter angegangen werden. EU-Staaten sollen bis Ende Juni jeweils nationale Risikoanalysen zur 5G-Infrastruktur erstellen und anschließend ihre Sicherheitsanforderungen an die Netzwerk-Anbieter überarbeiten, vor allem für öffentliche Netzwerke. EU-Länder sollen das Recht haben, Firmen aus Gründen nationaler Sicherheit aus dem Markt auszuschließen. Einen grundsätzlichen Verzicht auf 5G-Ausrüstung des chinesischen Herstellers Huawei hat die EU-Kommission allerdings nicht vorgeschlagen.
zeit.de, spiegel.de

Deutschland ist digitaler als gedacht: Eine aktuelle Studie des Netzwerkspezialisten Cisco und des Marktforschungsunternehmens Gartner bescheinigt der Bundesrepublik in Sachen Digitalisierung ein gutes Zeugnis. Bei der Studie schafft es Deutschland auf den sechsten Platz im internationalen Digitalisierungsvergleich. Nur die USA, die Schweiz, Singapur, die Niederlande und Großbritannien hätten höhere Werte erzielt. Die Rangfolge ergab sich aus einer Analyse von standardisierten Daten in sieben Kategorien, darunter technische Infrastruktur, Fachkräfte- und Weiterbildungssituation, Investitionen von Unternehmen und Staat sowie allgemeiner Lebensstandard. Die Ergebnisse der Studie dürften allerdings überraschen, sieht die öffentliche Meinung zum Thema doch anders aus: Nur etwa ein Viertel sehen Deutschland demnach im stabilen Mittelfeld, knapp 40 Prozent im unteren Drittel und fast ein Viertel sogar in der Schlussgruppe.
heise.de

ZITAT

„Wer jahrelang mit Hilfe ganzer Heerscharen von Lobbyisten weltweit gegen strengere Regulierungen kämpfte und mehrfach geltendes Recht ignorierte, ist kaum glaubwürdig als plötzlicher Anwalt für mehr Datenschutz und staatliche Vorschriften.“

Die Linken-Netzexpertin Anke Domscheit-Berg misstraut den Forderungen von Facebook-Chef Zuckerberg nach einer weltweit einheitlichen Internetregulierung. Der Ruf des Facebook-Chefs nach mehr Regulierung sei „nichts anderes als der Ausdruck seiner Furcht vor Anti-Monopol-Regulierung“.
spiegel.de

SICHER?

USA stufen Dating-App als nationales Risiko ein: Die Vereinigten Staaten haben die unter dem Namen „Grindr“ bekannte Dating-App für schwule und bisexuelle Männer als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft. Anstelle von Homophobie dürften allerdings vor allem strategische Interessen hinter der Ankündigung stecken, denn im vergangenen Jahr wurde die App vollständig vom chinesischen Spieleentwickler Kunlun Tech aufgekauft. Allein der 60-prozentige Anteil, den das Unternehmen bereits 2016 kaufte, schlug mit rund 155 Millionen Dollar zu Buche. Der späte Alarm seitens der Amerikaner ist daher ungewöhnlich. Insbesondere die rund 27 Millionen Datensätze in den Händen des chinesischen Investors sind den Staaten ein Dorn im Auge. Der will die App allerdings schnell wieder los werden – ein Anfachen des Handelskrieges mit den USA ist nicht im Interesse der Chinesen.
deutschlandfunknova.de

Share.

About Author

Comments are closed.