KW11: Standortsuche für Bundesagentur für Cybersicherheit läuft, Zuckerberg verspricht mehr Datenschutz, Hacker tricksen Gesichtserkennung aus

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NACHRICHTEN

Standortsuche für Bundesagentur für Cybersicherheit läuft: Die beiden Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt sollen laut einem Sprecher des Innenministeriums die Entscheidung über den Standort der neuen Agentur für Cybersicherheit des Bundes treffen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach sich noch Anfang der Woche für den Flughafen Leipzig-Halle als Standort der neuen Agentur aus. Der Flughafen bekam auch den Auftrag, ein Ansiedlungskonzept zu erarbeiten, allerdings sei dies noch keine Entscheidung für den Standort. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister von Halle, sieht darin jedoch aufgrund der Anschlagsgefahr keinen geeigneten Standort und wirbt für seine Stadt als Standort. Die Bundesagentur für Cybersicherheit soll in den nächsten fünf Jahren mit 200 Millionen Euro und 100 Mitarbeitern ausgestattet werden. Ihre Aufgabe ist es, Forschung und Entwicklung für mehr Internetsicherheit voranzubringen.
heise.de

Zuckerberg verspricht mehr Datenschutz: Facebook-Chef Mark Zuckerberg gab am Mittwoch bekannt, dass sich die Social Media-Plattform stärker auf den Schutz der Privatsphäre ausrichten wolle. Zuckerberg reagiert so auf die anhaltende Kritik an den Datenschutzpraktiken des Unternehmens. So sollen mehr Angebote des Konzerns eine Komplett-Verschlüsselung nach dem Vorbild von WhatsApp bekommen. Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte einer Unterhaltung nur von Absender und Empfänger eingesehen werden. Auch weitere Dienste wie Videochats, E-Commerce-Angebote und Bezahl-Services sollen auf dieser abgesicherten Basis aufbauen, erklärte Zuckerberg.
tagesspiegel.de

USA erpresst Verbündete bei 5G mit Geheimdienstsperre: Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland, Richard Grenell, droht Deutschland offen mit einem Ende der Geheimdienstzusammenarbeit mit Deutschland, sollte das chinesische Technologieunternehmen Huawei nicht vom 5G-Netzausbau ausgeschlossen werden. Als Gründe werden Sicherheitsbedenken genannt, die eine vertrauenswürdige geheimdienstliche Zusammenarbeit gefährdeten. Das Wirtschaftsministerium entgegnet dem jedoch, es habe keine Beweise dafür gegeben, dass Huawei Hintertüren in seiner Ausrüstung habe und dass es daher erlaubt sein sollte, für das kommende 5G-Netz Verträge zu schließen, wenn grundlegende Sicherheitskriterien erfüllt seien. Auch auf Großbritannien machten die USA auf diese Weise Druck.
golem.de

Huawei eröffnet Zentrum für Cybersicherheit in Brüssel: Der chinesische Technologiekonzern hat ein neues europäisches Transparenzzentrum für Cybersicherheit in Brüssel eröffnet. Huawei will dort Regierungsbehörden, Experten und Branchenverbänden eine Plattform für die gemeinsame Erarbeitung künftiger Standards bieten. Huawei dürfte damit aber auch die in Europa zuletzt gewachsenen Sicherheitsbedenken zerstreuen wollen. Hochrangige Beamte der Europäischen Kommission und des chinesischen Telekommunikationsriesen haben am Montag versucht, Streitigkeiten auszuräumen und neue Brücken zu bauen. Das Treffen bezeichnete ein Huawei-Sprecher als versöhnlich.
t3n.de

Hacker tricksen Gesichtserkennung aus: Die Gesichtsentsperrung des Samsung Galaxy S10 lässt sich offenbar mit den einfachsten Mitteln austricksen. Beim Galaxy S10 sowie beim Galaxy S10e kommt für die Entsperrung nur eine einzelne Frontkamera zum Einsatz. Das teurere Galaxy S10+ kann zusätzlich auf einen Tiefensensor zurückgreifen, der die Erkennung des Besitzers offenbar sicherer macht. Um die zu überlisten, reicht ein Foto oder Video des Smartphonebesitzers. Dem S10 sowie dem S10e ist aufgrund der einzelnen Frontkamera keine dreidimensionale Erkennung der Person vor dem Smartphone möglich. Die Konkurrenten Huawei und Apple nutzen zusätzlich noch einen IR-Blaster, wodurch die Gesichtserkennung sicherer wird.
computerwoche.de

Firefox: Mehr Datenschutz dank Letterboxing t3n.de
Cyberangriffe: Sicherheitsteams brauchen besseren Ansatz zur Erkennung und Abwehr datensicherheit.de
Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert golem.de
Firefox Send: Verschlüsselter Datenversand heise.de
Darknet: Mehr als nur die dunkle Seite des Internets deutschlandfunkkultur.de
Vernetzte Autos: Wenn der Hacker das Auto klaut focus.de

HINTERGRUND

Deutschland-Index der Digitalisierung veröffentlicht: Forscher des Kompetenzzentrums Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut stellten am Montag in Berlin den Digitalindex 2019 vor. Auf dem Siegertreppchen der Digitalisierung findet sich Berlin auf dem ersten Platz, gefolgt von Hamburg und Bremen. In den neuen Bundesländern sieht es in Sachen Digitalisierung vergleichsweise schlecht aus. Jedoch stellten die Forscher fest, dass vor allem in Sachen Infrastruktur und private Internetnutzung eine bundesweite Annäherung der digitalen Lebensverhältnisse zu beobachten ist. Für ihren Index haben die Forscher nicht nur auf den Breitbandausbau und andere Infrastrukturdaten geschaut, sondern auch zahlreiche andere Indikatoren berücksichtigt, wie etwa die Zahl der Informatikstudenten in einem Bundesland oder unbesetzte IT-Stellen. Außerdem haben sie Kommunen nach ihrem öffentlichen WLAN-Angebot gefragt und über 300 kommunale Webportale untersucht. Laut Index verfügt Hamburg über die beste digitale Verwaltung aller Bundesländer.
heise.de

Altmaier will Schlüsseltechnologien nicht dem Ausland überlassen: Wirtschaftsminister Peter Altmaier will Zukunftstechnologien in Deutschland voranbringen. Die Abwanderung von Schlüsseltechnologien ins Ausland müsse vermieden werden, wie Altmaier am Dienstag vor einem Treffen mit Wirtschaftswissenschaftlern sagte. Nach den Vorschlägen soll der Staat in wichtigen Fällen für einen befristeten Zeitraum Firmenteile von Unternehmen, die sich zum Beispiel mit Künstlicher Intelligenz oder Stromnetzen befassen, erwerben können. Feindliche Übernahmen aus dem Ausland sollen so vermieden werden. Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, lobte die Pläne. Firmen wie Siemens und Thyssenkrupp einen Bestandsschutz zu geben, sei hingegen falsch. Die freie Marktwirtschaft solle erhalten bleiben.
handelsblatt.com

ZITAT

„Facebook ist ein Daten-Imperium mit einer unglaublichen Macht. Einige Menschen haben Facebook ja sogar schon mit einer staatlichen Organisation verglichen. Wenn man sieht, über welche Daten Facebook verfügt, und man dann von einer Liste hört, die von einem konzerneigenen Sicherheitsdienst zur Kontrolle von Menschen verwendet wird, dann muss es Nachfragen geben. Die haben wir gestellt.“
Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, fordert Erklärungen zu den skandalösen Erkenntnissen über Facebooks Datensammelwut.
zdf.de

SICHER?

US-Senatorin fordert Zerschlagung von Amazon, Google und Facebook: Elizabeth Warren, Senatorin des Bundesstaates Massachusetts und eine der einflussreichsten Politikerinnen der USA, forderte die Zerschlagung von Internetriesen wie Amazon, Google und Facebook. Ab einem Jahresumsatz von 25 Milliarden US-Dollar soll untersucht werden, ob der Konzern einen Marktplatz oder eine Plattform zur Vernetzung Dritter anbietet. Ist das der Fall, sollen die Firmen in zwei eigenständige Teile zerschlagen werden. Ein Teil soll sich primär um die technische Infrastruktur kümmern, während der andere für Inhalte zuständig sein soll. Warren selbst ist sich bewusst, dass es schwierig werden könnte, die Vorschläge umzusetzen.
golem.de

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