KW 39: Hunderttausende Passdaten geleakt, Iranische Hacker überlisten WhatsApp- und Telegram-Verschlüsselung

NACHRICHTEN

Hunderttausende Passdaten geleakt – auch Deutsche betroffen: Bei einem Hackerangriff auf die argentinische Einwanderungsbehörde wurden Hunderttausende Daten von Reisenden veröffentlicht. Mindestens 12.000 sind davon betroffen. Experten befürchten Identitätsdiebstahl. Die Hacker wollten vier Millionen Dollar von der Einwanderungsbehörde erpressen, die die Zahlung verweigerte. Auch Diplomatenpässe wurden geleakt. Wer die Täter sind, bleibt unbekannt.
pcwelt.de, tagesschau.de

Iranische Hacker überlisten WhatsApp- und Telegram-Verschlüsselung: Iranische Hacker sollen seit Jahren Kommunikation von den Kommunikationsplattformen WhatsApp und Telegram abgefangen haben. Die Rückendeckung durch den Iran sei dabei gesichert. Westliche Politiker und Sicherheitsexperten sollen die Risiken unterschätzt haben. Die Hacker haben mit komplizierten Spearphishing-Methoden Passwörter abgegriffen, indem sie Login-Daten auf speziellen Webseiten abfragten.
pcwelt.de

Hacker versuchen seit zwei Jahren Bitcoin-Wallet zu knacken: Ein Bitcoin-Wallet wird seit zwei Jahren unter Hackern herumgereicht – es beinhaltet 69.000 Bitcoins mit einem Wert von 600 Millionen Euro. Der Zugang sei allerdings mit den Algorithmen AES-256 und SHA-512 gesichert. Ein Bitcoin-Forscher vermutet, dass die amerikanische Regierung wisse, wer hinter dem Wallet stecke. Alon Gal, CTO bei Hudson Rock, scherzte auf Twitter, dass sich das Wallet mit einem Quantencomputer von Google öffnen könne – diese Technologie bedroht Blockchain-basierte Anwendungen, die sie mit ihrer Rechenleistung die Verschlüsselung der Blockchain aufheben können.
kryptoszene.de

– Anzeige –
Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

Hacker zu fünf Jahren Gefängnis in den USA verurteilt: Ein 39-jähriger Mann, der von britischen Beamten an die USA ausgeliefert wurde, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Hacker soll als Teil der Erpresser-Bande „The Dark Overlord“ Drohbriefe an Unternehmen, Kliniken, Schulen und Privatpersonen verschickt haben. Die Hacker-Bande drohte Kindern per SMS mit einem Anschlag an ihrer Schule. Zunächst leugnete er seine Beteiligung, später gestand er sein Handeln. Neben der Gefängnisstrafe wurde der Hacker auch zu einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Dollar verurteilt.
krone.at

Datenschutzmängel: Könnten Facebook und Instagram in Europa gesperrt werden? Facebook steht in Konflikt mit der irischen Datenschutzbehörde DPC. Sollte diese sich durchsetzen, müsste die Datenübertragung in die USA unterbunden werden. Facebook droht mit Rückzug aus der EU, wo 410 Millionen Menschen die Dienste des Konzerns, zu dem auch Instagram gehört, nutzen.
golem.de

Kritische Infrastruktur für Ransomware anfällig: Sicherheitsexperten zeigen sich besorgt über Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur. Nachdem die Uniklinik Düsseldorf gehackt wurde und eine Frau infolgedessen verstarb, wird nach Schwachstellen in der Software gesucht. Das Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt davor, dass bei bestimmten Sicherheitslücken Angreifer auch nach dem Installieren von Updates Zugriff auf die entsprechenden Skripte haben. In Zusammenhang mit dem Düsseldorfer Hacker-Angriff soll die Spur nach Russland führen.
golem.de, handelsblatt.com

– Anzeige –
Blockchain – Ticker – Mit unserem wöchentlichen Newsletter versorgen wir Sie mit den wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Blockchain aus Technologie und Szene. blockchain-ticker.net

Optima Schwäbisch Hall: Hacker legen Betrieb lahm swp.de
KRITIS: Cyber-Resilienz im Gesundheitswesen muss verbessert werden infopoint-security.de
Spionage: Check Point deckten sechs Jahre währende Spionage-Kampagne iranischer Behörden auf infopoint-security.de
Exporte: Amnesty International fordert scharfe Kontrolle von Überwachungstechnologien netzpolitik.org

ZAHL DER WOCHE

Laut Kaspersky verschieben 53 Prozent der europäischen Unternehmen ihre Prioritäten bei der Cybersicherheit und sparen mehr infolge der Corona-Krise.
elektroniknet.de

HINTERGRUND

Drei Grundlagen für ein sicheres IoT-Ökosystem: Die Einbindung von IoT in Unternehmensprozesse stellt Abteilungen und Manager vor Herausforderungen – insbesondere bezüglich der Sicherheitsbedenken, die mit der Technologie verbunden sind. Drei Tipps gibt es bei der Einrichtung von IoT zu beachten: Erstens sollte jedes Unternehmens mittels einer Sicherheitslösung imstande sein, alle an die IoT-Infrastruktur angeschlossenen Geräte zu identifizieren. Zweitens gilt die Netzwerksegmentierung – also die Unterteilung der Infrastruktur in Unterabschnitte – als Maßnahme, die die Angriffsfläche für Hacker verringert. Drittens sollten Virtual Local Area Networks (VLAN) stets mit der neusten Generation von Firewalls ausgestattet sein.
industrie.de

ZITAT

“Dadurch, dass sich das Verhältnis zwischen digitalisierter und analoger Informationsspeicherung immer weiter in Richtung Digitalisierung verschiebt, bieten Unternehmen zunehmend größere Angriffsflächen für Hacker.”
Patrick Kurtz, Inhaber der Detektei Kurtz, zu steigenden Cyberangriffen.
nrz.de

– Anzeige –
livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt! livestreaming-berlin.tv

SICHER?

Big Brother Award an Datenkraken vergeben: Die Big Brother Awards (BBA) werden an Unternehmen und Organisationen vergeben, die datenschutzrechtlich bedenkliche Anwendungen entwickeln. In diesem Jahr ist auch Tesla dabei, das im Außenbereich eine Reihe von Kameras eingebaut hat, die die Umwelt scannt und analysiert. Diese Daten werden zu Servern nach Kalifornien geschickt. Die BBW-Jury kommentierte Teslas Technologie wie folgt: “Wir haben nichts gegen Kfz-Assistenzsysteme, auch nichts gegen halbautomatisiertes Fahren. Dafür sind Sensoren und sogenannte künstliche Intelligenz nötig. Aber diese Daten können und müssen aus Datenschutzsicht weitgehend im Auto bleiben.”
heise.de, tagesschau.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Safety und Security der Digitalisierung:

Safety-Security-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings