KW 24: Forscher identifizieren Hacker-for-Pay-Gruppe, Hackerangriff auf Pflegekammer-Umfrage, Über ein Drittel würde sich überwachen lassen

NACHRICHTEN

Forscher identifizieren Hacker-for-Pay-Gruppe: Laut einem Bericht des Citizen Labs der University of Toronto soll die Hacker-Gruppe “Dark Basin” gezielt Kritiker diverser Unternehmen sowie Umweltschützer angegriffen haben. Dahinter soll das indische Unternehmen “BellTrox InfoTech” stehen. Die Forscher fanden heraus, dass Journalisten und Kritiker von Wirecard systematisch angegriffen worden sind, auch Gegner des Ölkonzerns ExxonMobile sollen nach ähnlichem Muster belästigt worden sein. Ebenfalls sind Umweltschützer der Nichtregierungsorganisation Greenpeace ins Visier von Cyberkriminellen geraten, die wie Dienstleister gemietet werden können. Wirecard bestreitet jegliche Verbindungen zu “BellTrox InfoTech”.
heise.de, world-news-monitor.de

HP bietet Sicherheitspaket für PCs und Drucker an: Weil immer mehr Unternehmen mit den Gefahren durch Ransomware zu tun haben und das Internet der Dinge die Einfallstore für Cyberkriminelle vergrößert, bietet HP ein aktualisiertes Portfolio für PCs und Drucker an. Homeoffice ist zu einer neuen Herausforderung geworden, da viele Arbeitnehmer ihre privaten Geräte weniger sichern als in Unternehmen. Teil von HPs Portfolio ist das End-to-End-Management und -Monitoring sowie Managed-Security-Services (MSS) für die Endpunktsicherheit, dreistufige Abwehrsysteme sowie “Security by Design” speziell für Rechner und Drucker.
lanline.de

Hackerangriff auf Pflegekammer-Umfrage: In Niedersachsen sollten 90.000 Pflegekräfte sich an einer Umfrage der Pflegekammer beteiligen können. Allerdings hat das Sozialministerium die Befragung zur Zukunft der Pflegekammer vorerst gestoppt, da es zu einem Hackerangriff gekommen sein soll. Datenlecks seien bereits zuvor kritisiert worden. Demnach konnte man sich bei ausgefüllten Fragebögen einloggen und diese nachträglich verändern.
ndr.de

Über ein Drittel würde sich überwachen lassen: Die Sicherheitsfirma Kaspersky hat in ihrer Studie “Social Credits and Security: Embracing the World of Ratings” herausgefunden, dass 36 Prozent der Deutschen sich bereitwillig in sozialen Medien überwachen lassen würden, wenn es die Sicherheit im Land erhöhen würde. Weltweit sind es 51 Prozent der Bürger, die Überwachung dieser Art akzeptieren würden. Dabei haben lediglich 13 Prozent bisher von Social Scoring gehört.
cloudcomputing-insider.de

Chinesische und iranischer Hacker zielen auf US-Wahlkampf ab: Sowohl die Kampagne des US-Präsidenten Donald Trump als auch seines demokratischen Herausforderers Joe Biden sollen von Hackern ins Visier genommen worden sein. Versuche mittels Phishing-Mails Daten und E-Mail-Zugänge abzugreifen, sollen allerdings gescheitert sein. Die Hacker-Gruppen sollen Verbindungen zu ausländischen Regierungen haben. Spuren führen insbesondere in den Iran sowie nach China. Die Google-Mutter Alphabet hatte die Wahlkampf-Teams von Biden und Trump darauf aufmerksam gemacht, dass Cyberangriffe im Zuge der Wahlkampagne versucht wurden.
n-tv.de, fr.de

Bundesregierung fordert Sanktionen gegen russische Hacker: Die Bundesregierung fordert Sanktionen wegen des Hackerangriffs auf den Bundestag. Der Angriff, der fünf Jahre zurückliegt, soll Konsequenzen mit sich bringen. Die verdächtigten Russen sollen dabei von der EU sanktioniert werden. Die möglichen Sanktionen umfassen Einreiseverbote, Sperrung von Konten bis hin zu Verboten Dienstleistungen zu erbringen. Staaten wie Ungarn und Italien fordern auch Hacker aus anderen Staaten wie China auf eine Sanktionsliste zu setzen. Man wolle keine Einzelsignale gegen Russland setzen, heißt es aus EU-Diplomatenkreisen.
spiegel.de

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AI&I vTalk mit Stephanie Hare: In der dritten Ausgabe des “AI&I” vTalks wird die Forscherin Stephanie Hare darüber sprechen, ob und inwieweit uns Big Data und KI-basierte Technologien während, aber auch nach der Pandemie unterstützen oder hindern. Interessierte, die sich an der Diskussion beteiligen und Fragen an Stephanie Hare stellen möchten, sind dazu eingeladen am Donnerstag, 18. Juni 2020 ab 17.00 Uhr den “AI&I” vTalk den Youtube-Kanal des Vodafone-Instituts zu besuchen.

Security Awareness: Der Mensch im Mittelpunkt der Cybersecurity security-insider.de
Tipps für Betroffene: Hackerangriff bei Telekom Austria diepresse.com
Datenschutz: Immer wieder gelangen Hacker an Kundendaten berliner-zeitung.de
Cybersecurity-Anbieter: Kriminelle nutzen die Krise boerse-online.de

ZAHL DER WOCHE

20 Prozent der Autofahrer halten Cyberattacken auf ihr Fahrzeug für möglich.
automobilwoche.de

HINTERGRUND

Künstliche Intelligenz kann vor Cyberkriminalität schützen: Cyberkriminalität ist ein wachsendes Risiko für Unternehmen. Der größte Risikofaktor bleibt der Mensch, der durch achtloses Verhalten wie dem Öffnen unbekannter E-Mails das Gefahrenpotenzial steigert. Dabei werden die Ängste der Menschen gezielt angegriffen. Automatisierte Prozesse mit Künstlicher Intelligenz für Schutzmechanismen können die Risiken für Unternehmen verringern. Eine Prognose zeigt, dass Lieferketten künftig stärker automatisiert werden, was für Cyberkriminelle eine Herausforderung darstellen wird – Deep-Learning-Systeme merken nämlich abweichende Muster in Prozessen und können damit potenzielle Gefährder schneller identifizieren.
industrie.de

Konrad-Adenauer-Stiftung sieht Zunahme der Hacking-Angriffe: Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat untersucht auf welche Weise Cyberkriminelle die Corona-Krise ausnutzen. Dabei fällt laut Bericht der CDU-nahen Organisationen besonders auf, dass Hacker die Sorgen der Menschen ausnutzen wollen, um mit Phishing-Attacken zuzugreifen. So heißt es im Papier: “Mit der persönlichen Gesundheit lässt sich das Informationsbedürfnis besonders wecken – vor allem, wenn es beispielsweise um Schutzmaßnahmen, angebliche Behandlungsmethoden, eine Impfung oder vermeintliche Informationen von staatlichen Stellen geht.” Mit vermeintlichen Informationen sollen Internetnutzer auf Seiten gelockt werden, die Phishing-Instrumente nutzen, um Daten abzugreifen.
spiegel.de

ZITAT

“Der oder die Angreifer haben sich sehr für die Sendekatasterdatenbank interessiert.”
Telekom-Sicherheitschef Wolfgang Schwabl erklärt, dass beim Hacking-Angriff auf die österreichische Telekommunikationsfirma A1 insbesondere Datensätze mit Angaben zur Lokalisierung von Funkmasten begehrt gewesen seien.
kurier.at

SICHER?

Mehrheit der Cybercrime-Opfer unternimmt nichts dagegen: Laut einer Umfrage des Cambridge Cybercrime Centers unternimmt 65 Prozent der Menschen und Organisationen, die von Cyber-Angriffen betroffen waren, nichts dagegen unternommen. 18 Prozent erstatten Anzeige.
winfuture.de

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